Wir sind Akademische Tunnelsicherheitstechniker!

Die Absolventen des 1. Lehrganges mit den Prüfern Univ.-Prof. Robert Galler (MU Leoben, 1. von links), Univ.-Prof. Werner Lienhart (TU Graz, 1. Reihe, 2. von rechts) und Mag. Rainer Kienreich (GF ASFINAG Service GmbH, 1. Reihe, 1. von rechts)

Am 31.01.2019 schlossen die ersten Absolventen den Innovationslehrgang Tunnelsicherheit in Bau und Betrieb mit der kommissionellen Prüfung zum Akademischen Tunnelsicherheitstechniker ab. Ein krönender Abschluss unseres gemeinsamen Forschungsprojektes, das wir 2017 begonnen haben. Seitens JES Elektrotechnik haben Geschäftsführer Dipl.-Ing. René Jung und Projektleiter Ing. Georg Lienbacher die Prüfung absolviert und verfügen nun über die Kompetenzen eines Akademischen Tunnelsicherheitstechnikers.

In Österreich gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die über eine hohe Spezialisierung und innovative Technologien für den Bau und Betrieb von Tunnelbauwerken verfügen. Für eine ganzheitliche Sicherheitslösung und vernetzte Systeme sind jedoch Wissen und Know-How über die gesamte Prozesskette erforderlich, da Sicherheit im Tunnel ein Querschnittsthema ist: nicht nur Bauwerk und Ausrüstung, sondern auch die Benutzer und deren Fahrzeuge und ebenso das Betriebs- und Notfallmanagement sind eng miteinander verflochten.

Ziel des Projektes „TUSI – Tunnelsicherheit in Bau und Betrieb“ war es daher, durch eine zertifizierte Ausbildung Innovationskompetenzen in Unternehmen, welche in Planung, Bau und Betrieb von Tunnelbauwerken involviert sind, zu stärken und in weiterer Folge die Sicherheit während des gesamten Lebenszyklus zu erhöhen.

Der Pilotlehrgang umfasste 19 Partner aus Wissenschaft und Industrie – die Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Subsurface Engineering mit Univ.-Prof. Robert Galler als Koordinator, Fogtec, NET-Automation, Hottinger Baldwin Messtechnik, Sandvik, JES Elektrotechnik, Wimmer Felstechnik, Geoconsult, ILF Consulting Engineers, TU Graz, Dräger, Geodata, PORR, AQUASYS, Dürr Austria, IBS, Berufsfeuerwehr Linz, AUVA, FVT – und bestand aus 9 Modulen rund um die Planungs-, Bau- und Betriebsphase von Tunnelbauwerken. Neben theoretischen Einheiten wurde in den Modulen vor allem der Erfahrungsaustausch zwischen den innovativen Unternehmen der Branche in Österreich ermöglicht, um neue Technologien und Prozesse für die Tunnelsicherheit zu fördern.

Mit der Durchführung von Trainingseinheiten am Zentrum am Berg sowie von Transferprojekten sollte gesichert werden, dass das erlernte Wissen auch praktisch umgesetzt werden kann. Am Ende stand eine kommissionelle Prüfung und eine Personenzertifizierung nach ISO 17024 Niveau 5.

Als Fortführung des Projektes ist seitens der MU Leoben geplant einen Masterstudiengang in Tunnelsicherheit zu etablieren.

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