In-situ Messung der Sichttrübung nach dem Streulichtverfahren

Die Sichttrübungsmessung dient der Regelung der Belüftung eines Tunnels im Normalbetrieb. Ob und mit welcher Leistung eine künstliche Belüftung mittels Strahlventilatoren erfolgt, hängt von den gemessenen Sichttrübungswerten ab.

Die Angabe der Sichttrübung erfolgt als Extinktionskoeffizient, der dem durch die Luftverunreinigung verursachten Lichtverlust entspricht.

Der Sensor misst die Intensität des Lichts, das beim Einfall auf eine angesaugte Probe im Geräteinneren in einem Winkel von 30° gestreut wird. Dabei wird das gestreute Licht zum direkt durchgehenden Licht ins Verhältnis gesetzt. Aus dem Wert der Intensität des gestreuten Lichts wird über einen Faktor der Extinktionskoeffizient berechnet.

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t/VIS-SL Sichttrübungsmesssystem Streulicht in-situ

Merkmale
  • Montage im Fahrraum des Tunnels (in-situ)
  • Ansaugung der Messluft durch den Sensor
  • Anschluss wahlweise an
    • Bediengerät für 1 Messstelle
    • Mehrkanalbediengerät für bis zu 8 Messstellen an einem Bussystem
    • Anschluss über Buskoppler an ein Feldbussystem
  • Sichttrübungsmessung nach dem Streulichtprinzip, optional mit integrierter Nebelkompensation
  • Bedieneinheit mit Messwertanzeige und Messwertausgängen
  • Sensor und Bedieneinheit IP 65
  • Sensor in Edelstahl 1.4435
  • Lieferung anschlussfertig
System
  • Sensor zur Montage direkt im Fahrraum des Tunnels (an Wand oder Decke)
  • Anschlussbox im Tunnel
  • Anschluss wahlweise an
    • Bediengerät (Versorgung des Sensors über Verbindungsleitung) oder
    • Buskoppler (separate Versorgung des Sensors nötig)
  • Optionaler t/ECS Gassensor verbunden mit dem Sichttrübungssensor
Vorteile
  • Speziell für die Anwendung in Tunnels entwickelt
  • Einzelner Sichttrübungssensor anstelle eines Sensorpaares, das eine genaue Ausrichtung aufeinander erfordert
  • Effektive Kompensation von Nebel mittels optionaler Heizung
  • Einfacher Abgleich mittels Kontrollstab
  • Spezielles Strömungskonzept hält Optiken sauber und vermeidet Drift
  • Wartungsarm, empfindlich, stabil und genau
  • Flexible Integration in die Tunnel­leit­technik
  • Optional kombinierte CO Messung
Technische Daten
Sichttrübungsmessung
Messverfahren 30° Streulichtmessung
Messumfang 0 bis 100 PLA
Messbereich 0 bis 0,015 E/m
Auflösung < ± 0,25 % vom Messbereichsendwert
Durchflussmenge 5 l/min
Temperatur – 20 °C bis + 50 °C
Sensor
Bezeichnung VisGuard in-situ
Versorgung 24 VDC über Systemkabel zum Bediengerät bzw. Buskoppler
Gehäusematerial Edelstahl 1.4435
Schutzart IP 65
Abmessungen Ø 209 x 367 mm
Gewicht 6,5 kg
Heizung (optional zur Nebelkompensation) 230 VAC; 25 W
Digitale Schnittstelle RS-485 MODBUS RTU
Bediengerät
Bezeichnung SIREL
Versorgung 85 bis 264 V / 47 bis 440 Hz
Leistungsaufnahme 20 W
Gehäusematerial Kunststoff (ABS)
Schutzart IP 65
Abmessungen 200 x 157 x 96 mm
220 x 142 x 91 mm (Variante „robust“)
Gewicht 1,5 kg
Analogausgang 0 / 4 – 20 mA
Kontakte 2 getrennt konfigurierbare Relaiskontakte 250 V, 4 A
Konformitäten
Elektrotechnik 2006/95/EG Niederspannungsrichtlinie (LVD)
2004/108/EG Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
IEC 61000-6:2001
IEC 61010-1:2001
Tunnelsicherheit AT: RVS 09.02.22
DE: RABT 2006
CH: ASTRA RL 13001, FHB BSA

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Systemaufbau

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Sichttrübungssensor VisGuard

Der Sichttrübungssensor wird an der Tunnelwand typisch in einer Höhe von 3,5 m montiert.

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Anschlussbox

Die Anschlussbox dient zum Anklemmen des Sensors sowie zum Herstellen der Verbindung mit dem Bediengerät.

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Bedieneinheit SIREL

Die Bedieneinheit SIREL versorgt den Sichttrübungssensor mit seiner Betriebsspannung und stellt den Messwert als Analogsignal sowie zwei Relaisausgänge zur Verfügung.

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Nische oder Betriebsraum

Die Bedieneinheit(en) sind wahlweise in einer Nische oder einem Betriebsraum zu installieren. Sollte eine Installation direkt im Tunnel erforderlich sein, so ist dies mit einem anderen Bediengerät möglich.

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Verbindung zur Tunnelsteuerung

Die Verbindung zur Tunnelsteuerung kann über Analogausgang und Relaiskontakte oder RS-485 MODBUS RTU erfolgen.