Beleuchtungsstärkemessung

Die Anforderungen an die Beleuchtung eines Tunnels werden durch die Eigenschaften des menschlichen Auges bestimmt. Die Tunnelbeleuchtung muss so geregelt werden, dass Fahrer sowohl bei Tag als auch bei Nacht sich sicher einem Tunnel nähern, ihn durchfahren und verlassen können. Besonders bei Tageslicht kann sich das menschliche Auge erst langsam an das niedrigere Beleuchtungsniveau im Tunnel gewöhnen. Die Beleuchtung der Einfahrt ist also so zu regeln, dass Fahrer Hindernisse im Tunnel rechtzeitig erkennen und anhalten können. Nachts reicht es, wenn die Beleuchtungsverhältnisse im Tunnel mindestens den Beleuchtungsverhältnissen außerhalb des Tunnels entsprechen.

Wie eine Tunnelbeleuchtung auszulegen und zu regeln ist, wird in internationalen und nationalen Richtlinien und Normen beschrieben:

  • CIE 88:2004 Guide for the lighting of road tunnels and underpasses
  • CEN Report CR 14380 Lighting applications – Tunnel lighting
  • DIN 67524 Beleuchtung von Straßentunneln und Unterführungen (DE)
  • RVS 09.02.41 Tunnelausrüstung Lichttechnik Beleuchtung (AT)

Die österreichische RVS sieht etwa nachts eine Reduktion der Innenstreckenbeleuchtung in Abhängigkeit der Beleuchtungsstärke vor dem Portal vor.

Der Beleuchtungsstärkesensor misst die Beleuchtungsstärke halbsphärisch. Der Messwert beschreibt damit den Lichtstrom, welcher auf die Oberfläche der transparenten Halbkugel des Sensors auftrifft.

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t/LUX Beleuchtungsstärkesensor

Merkmale
  • Photometer zur Messung der Beleuchtungsstärke am Montageort des Sensors (in-situ)
  • Cosinus korrigiert
  • V(λ) angepasst
  • Lieferung anschlussfertig
  • Schlagfestes IP65 ABS Gehäuse
  • Optional Geräteausführung mit beheiztem IP65 Übergehäuse erhältlich
System
  • Sensor zur Montage am Ort der Messung
  • Anschluss wahlweise direkt an Tunnelleittechnik oder an abgesetztes Auswertegerät
Vorteile
  • Speziell für die Anwendung in und vor Tunnels entwickelt
  • Wählbarer Messbereich
  • Beständig gegen Korrosion, UV, Öl und Säure
Technische Daten
Beleuchtungsstärkemessung
Messwert Beleuchtungsstärke E
Messbereich Wählbar, typisch 0 .. 200 lx
Messgenauigkeit ± 3 % (5 bis 200 lx)
± 6 % (bei 1 lx)
nicht definiert bei Messwerten unter 1 lx
Nullpunkt Drift 0,02 lx / °C
Referenz­-
temperatur
20 °C
Spektralbereich der Fotoempfindlichkeit Durch V-Lambda Filter angepasst
Vrel = 80% zwischen 490 nm und 630 nm
Richtcharakteristik Halbellipse, Erel = 0,8 bei ± 35°
Beleuchtungsstärkesensor
Bezeichnung LWA-LC
Versorgung 24 VDC über Stromschleife
Gehäusematerial Glaskugelverstärktes Polyamid (PA 6 30% GK)
Schutzart IP 65
Abmessungen 64 x 98 x 34 mm
Gewicht 300 g
Beleuchtungsstärkesensor robuste Ausführung
Bezeichnung LWA-LC „robust“
Versorgung 230 VAC
Heizung 100 W (geschaltet über Thermostat)
Gehäusematerial Glasfaserverstärktes Polyester, RAL 7035 oder
Edelstahl 1.4571 (optional)
Schutzart IP 65
Abmessungen 250 x 300 x 140 mm
Gewicht 4,5 kg
Ausgänge
Analogausgang 1 x 4 – 20 mA, passiv
Konformitäten
Elektrotechnik 2006/95/EG Niederspannungsrichtlinie (LVD)
2004/108/EG Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
IEC 61326-1:2012
IEC 61010-1:2010
Tunnelsicherheit AT: RVS 09.02.41
DE: RABT 2006, DIN 67542-2

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Produktinfo EN (PDF, 325 kB)

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Beleuchtung der Innenstrecke in der Nacht nach RVS 09.02.41

Sind die Strecken vor und nach dem Vorportalbereich unbeleuchtet, so ist die Beleuchtung der Innenstrecke im Tagesablauf entsprechend der unten stehenden Tabelle zu reduzieren. Der Reduktionsfaktor ist dabei auf die berechnete Sollleuchtdichte Lfi in der Innenstrecke anzuwenden.

Beleuchtungsstärke EA Tageszeit Verkehr Reduktionsfaktor kred
> 100 lx 1,00
≤ 100 lx 04:00 – 08:00
16:00 – 22:00
0,50
22:00 – 04:00 > 100 Kfz/h 0,25
≤ 100 Kfz/h 0,125